Inkasso: Drohung mit Schufa-Eintrag oft rechtswidrig

15 Februar 2018

Ein Negativeintrag bei der Schufa kann einem viele Möglichkeiten verwehren. Deshalb haben viele Menschen Angst, wenn ihnen in Mahnschreiben mit einem Eintrag gedroht wird. Noch größer wird die Angst, wenn der Absender ein Inkassounternehmen ist. Viele Betroffene wissen nicht, dass derartige Drohungen rechtswidrig sein können.

Ein Schufa-Eintrag ist laut Bundesdatenschutzgesetz erst möglich, wenn mehrere Voraussetzungen erfüllt sind. So kann kein Eintrag erfolgen, wenn der Betroffene die Forderung bestreitet oder er nicht mindestens zweimal abgemahnt wurde. Um Betroffene besser zu schützen, hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass solche Androhungen in Mahnschreiben eine versuchte Nötigung darstellen. Wer sich schützen möchte, sollte sich direkt an den Gläubiger wenden und die Forderung bestreiten. Wenn diese bereits bei der Schufa gemeldet ist, sollte man auf die Löschung der Forderung bestehen.

Quelle: https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/negativeintrag-der-schufa-druckmittel-mahnschreiben-und-inkasso/